Hast du dich auch schon einmal gefragt, warum wir eine Speise lieben, uns aber schon beim Gedanken an eine bestimmte andere fast übel wird? Ist unser Geschmackssinn vorbestimmt oder erlernt?
Bereits im Mutterleib sind wir von vielen unterschiedlichen Geschmäckern umgeben und lernen die typischen Aromen der Speisen kennen, die es in dieser Familie zu essen gibt. Die Geschmacksstoffe erhält das Ungeborene über das Fruchtwasser. Diesen Aromen-Mix speichern wir in unserem Gedächtnis ab. Er beeinflusst die späteren Vorlieben und Abneigungen.
Gestillte Kinder werden nach der Geburt weiterhin mit familientypischen geschmacklichen Variationen stimuliert. Interessant: Babys besitzen zweieinhalb bis fünf Mal so viele Geschmacksknospen wie Erwachsene. Sie können feinste geschmackliche Nuancen wahrnehmen.
Alles, was du als Baby zu essen bekamst, beeinflusste deinen heutigen Geschmack: Bekamst du neutrale Babymilch oder eher süssliche? Mehr Obst- als Gemüsebrei? Saft oder Wasser? Fest steht: Je vielseitiger die Ernährung in den ersten Lebensjahren ausfiel, umso vielfältiger isst man als Erwachsener.
Kleinkinder lernen sehr viel über die Vorbildfunktion, so auch ihr Essverhalten. Was den Eltern schmeckt, muss ja schliesslich gut sein, oder? Viel wirkungsvoller als alle Überredungskünste ist das genussvolle Vorleben einer ausgewogenen Ernährung.
Mit zunehmendem Alter spielen Freunde eine immer wichtigere Rolle. Es zählt, was sie tun und sagen. Social Media haben ebenfalls einen grossen Einfluss. Plötzlich ist es vielleicht "cool" Fast Food zu essen, während Obst und Gemüse verschmäht werden. Doch keine Sorge: Im frühen Erwachsenenalter bevorzugen die meisten wieder den Ernährungsstil, den sie von zuhause gewohnt waren.
Vielleicht hast du auch schon mal die Erfahrung gemacht, dass dir ein Lebensmittel, welches du früher ablehntest, plötzlich schmeckt? Spinat ist so ein typischer Kandidat: Kinder lehnen ihn häufig ab, Erwachsene lieben ihn. Wissenschaftler fanden heraus, dass zwischen sechs und sechzehn Kontakten mit dem Lebensmittel nötig sind, bis wir abschliessend beurteilen können, ob uns etwas schmeckt oder nicht. Was heute abgelehnt wird, kann also später sogar zum Lieblingsgericht werden.
Mehr tolle kindertaugliche Rezepte für die ganze Familie liefert dir auch unser automatischer Wochenplaner. Hast du eine Allergie oder magst einfach keinen Koriander? Kein Problem! Wähle einfach deine Vorlieben (oder Abneigungen) und du erhältst einen speziell auf dich und deine Familie zugeschnittenen Menüplan. Entdecke jetzt den V-Kitchen Wochenplan nach deinem Geschmack!
Von Conny, V-Kitchen